Schöner Segeln

Wir sind unterwegs, der Wind weht uns um die Nase, manchmal ein laues Lüftchen oder auch ein ordentlicher Wind, bei 2°C oder bei 25°C, mit kurzen Hosen oder eingepackt in 4-5 Schichten Merino und Fleece, am liebsten am Wind oder bei Halbwind oder vorm Wind oder Aufkreuzend, die Welle ganz sanft oder auch mal mit erfrischenden Duschen verbunden, ganz langsam mit einem Knoten Fahrt unterwegs oder schnell mit 8 oder 9 Knoten, unzählige Manöver ausführend oder stundenlang das Steuerrad mit 2 Fingern festhaltend und in dem Nichts um einen herum wird der Alltag plötzlich ganz klein und unwichtig.

Segeln ist unsere Leidenschaft!

Seit vielen Jahren sind wir auf Ostsee und Mittelmeer unterwegs; besegelt haben wir die Ost- und Westküste Schwedens, die traumhaften Ålands, Finnlands Südküste, das Baltikum und die polnische Küste, die gesamte dänische Ostseeküste, Kroatien und das tyrrhenische Meer. Im Laufe der Zeit sind dabei zahlreiche Segelfreundschaften entstanden, mit denen wir nicht nur segeln. Gern sind wir auch in einer selbst organisierten Flotille unterwegs. Wir mögen keine bis unters Dach vollgestopften Schiffe und segeln lieber mit kleiner Crew, dafür mit mehr Schiffen. So ergibt sich auch gleich ganz von selbst das richtige Regattafeeling.

Manchmal, wenn auch selten, haben wir auch die eine oder andere Koje frei. Melde dich gern, wenn einer der geplanten Törns dich interessiert. Für langweilige Winter- und/oder auch andere Abende gibt es jede Menge Törnberichte der vergangenen sieben Jahre. Sind wir segelnd unterwegs, kannst du hier unten unseren aktuellen Törn verfolgen.


News

Sonntag, den 3. November 2024
This is the end..

..of the summer

Wenn es von Wochenende zu Wochenende kälter und kälter wird, die Heizung nicht mehr ausgestellt wird und die Bekleidungsschichten beim Segeln ein Michelinmännchen aus dir machen, dann ist es auch ok, wenn die Segelsaison zu Ende geht. Der Herbst kam mit vielen schönen Sonnentagen und besten Segelbedingungen, besser, als man es für einen Oktober erwarten durfte. Wir haben dann auch die volle Dröhnung Rügen noch mitgenommen: Wanderungen durch den herbstlichen Buchenwald, Schloss Granitz, Fahrt mit dem Rasenden Roland, Kaffee und Kuchen hier und da, Freunde und Familie treffen.

Morgen fahren wir nun um die Ecke in unser neues Winterlager und am Dienstag kommt Helene D aus dem Wasser. Und wir? Freuen uns auf den Winter.

Montag, den 23. September 2024
Siegerwochenende

Es geht hier um den Wettbewerb: „Welches war das allerschönste Segelwochenende der Saison?“

Es gab nicht so viele Bewerber um den Sieg, vielleicht eins oder zwei, die sind aber aufgrund ihrer Bedeutungslosigkeit schon fast in Vergessenheit geraten. Und zukünftige Oktoberwochenenden können wegen der Wetterbedingungen nicht mehr gewinnen.

Also, ich fang mal an: 3 Tage segeln bei allerallerschönsten Bedingungen; Wind um die 10 Knoten ein paar Böen bis 15 Knoten, Sonne, wohin man sah, vor Anker liegend der Sonne beim Untergehen zusehen, Sonnenaufgang mit Nebel für eine ausgiebige Fotosession, Mondaufgänge, schnelles Gennakersegeln, Aufkreuzen mit kleinem Matchrace, Wanderung am frühen Morgen auf den großen Zicker, kleine Familienrunde über den Bodden und Sonntag im Sprint wieder zurück nach Kröslin. Und es war warm! Auf Raumschotkurs kam sogar der irre Gedanke an einen Badestop auf.

Kaum zu glauben, dass das Ganze Ende September stattfand!

Donnerstag, den 30. Mai 2024
Rückblickend

Der knappen Zeit fielen all unsere Blogbeiträge zum Opfer, die hier noch erscheinen sollten. Wobei – knapp kann man eigentlich nicht sagen, eher: „zu lange geschlafen“ oder „zu viel rumgegammelt“.

Darum hier jetzt alles auf einmal:

Vor Wind nach Nyborg

Zwei Tage warten auf unsere Mitsegler Konrad und Kerstin, Schiff putzen, aufräumen, einkaufen, abwettern.

Vejrø statt Sejerø

Eigentlich sollte es rund Sjaelland gehen, aber… Der reichlich angesagte Halbwind im Großen Belt war dann ein laues Lüftchen von vorn und wir beschlossen, dann doch wieder durch den Grønsund zu segeln. So erreichten wir Samstag Abend Vejrø – eine schöne kleine Privatinsel. Lange schon waren wir nicht mehr dort. Da wir nun trödeln konnten, blieben wir noch einen Tag, schliefen lange, frühstückten spät und machten dann eine Inselwanderung. Die Highlight`s ? Pieksesteine im Schuh und Westwindbäume, massenhaft Hasen und Goldfasane, sommerliche Wärme. Wieder einmal hat die Insel einen schönen Eindruck hinterlassen.

Nochmal Femø

Montag nicht zu früh machten wir uns auf den kurzen Weg nach Femø, das sind 5 Meilen insgesamt mit einem sehr coolen Amwindkurs. Das ging sehr schnell, klar. Im Hafen nahmen wir dann wieder den gleichen Liegeplatz, der für den den angekündigten Starkwind aus Ost für die nächsten zwei Tage passen sollte. Unsere täglichen Wanderungen auf der Insel waren etwas länger zum Ausgleich für das ausgefallene Segeln. Femø kennen wir jetzt, wie unsere Westentasche sozusagen, und finden es immer noch wunderschön dort. Sommer war immer noch.

Südsee oder Karibik?

Donnerstag war unser kurzes Wetterfenster, um weiter nach Ost zu kommen. Für einen Tag drehte der Wind auf West und brachte ordentlich Regen mit. Der erste Regentag, übrigens auch der letzte. Als wir aus dem Grønsund kamen, holten wir unseren großen Grünen heraus und heizten rüber nach Klintholm – auserkoren wegen des besseren Windwinkels am Samstag für die Rückfahrt. An der Küste empfing uns eigenartig weißes Wasser. Später erfuhren wir, dass sich ein Stück Kreidefelsen gelöst hatte und nun das Wasser färbte in türkis-weiss. Am nächsten Tag bei hochstehender Sonne sah das aus wie Originalkaribik. Wir machten unglaublich viele Fotos von diesem Naturereignis. Der letzte Sonnenuntergang im Norden war der Hammer, extra für uns, zum Abschied.

Südseekaribik

Ab nach Hause

Samstag standen wir tatsächlich mal zeitig auf und legten schon um 7 Uhr ab. Ein schöner schneller Amwindkurs erwartete uns, etwas zu kalt zwar, dafür ging es zügig voran und gegen Mittag waren wir auf Höhe Hiddensee. Stralsund war unser Ziel und am frühen Nachmittag waren wir fest und fingen an zu schwitzen in unseren warmen Segelsachen.

Blieb am Sonntag noch die letzte Strecke nach Kröslin. Alle Wetterdienste warnten vor Gewitter, also trödelten wir nicht, sondern nahmen die 8-Uhr-Brücke und frühstückten unterwegs. Wind war erstmal nicht vorhanden, nahm dann aber zügig zu, von vorn natürlich. Ostwind. Also kreuzten wir, durch den Strelasund, über den Greifswalder Bodden, hier dann mit Reff 1. Das mit dem Aufkreuzen haben wir dieses Jahr ja schon reichlich geübt, besonders auf dem Bodden. Und damit war es dann zu Ende. Segel runter, Leinen ran, Fender raus, angelegt. Zwei Wochen segeln, so schnell vergeht`s.