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Sonntag, den 3. November 2024
This is the end..

..of the summer

Wenn es von Wochenende zu Wochenende kälter und kälter wird, die Heizung nicht mehr ausgestellt wird und die Bekleidungsschichten beim Segeln ein Michelinmännchen aus dir machen, dann ist es auch ok, wenn die Segelsaison zu Ende geht. Der Herbst kam mit vielen schönen Sonnentagen und besten Segelbedingungen, besser, als man es für einen Oktober erwarten durfte. Wir haben dann auch die volle Dröhnung Rügen noch mitgenommen: Wanderungen durch den herbstlichen Buchenwald, Schloss Granitz, Fahrt mit dem Rasenden Roland, Kaffee und Kuchen hier und da, Freunde und Familie treffen.

Morgen fahren wir nun um die Ecke in unser neues Winterlager und am Dienstag kommt Helene D aus dem Wasser. Und wir? Freuen uns auf den Winter.

Montag, den 23. September 2024
Siegerwochenende

Es geht hier um den Wettbewerb: „Welches war das allerschönste Segelwochenende der Saison?“

Es gab nicht so viele Bewerber um den Sieg, vielleicht eins oder zwei, die sind aber aufgrund ihrer Bedeutungslosigkeit schon fast in Vergessenheit geraten. Und zukünftige Oktoberwochenenden können wegen der Wetterbedingungen nicht mehr gewinnen.

Also, ich fang mal an: 3 Tage segeln bei allerallerschönsten Bedingungen; Wind um die 10 Knoten ein paar Böen bis 15 Knoten, Sonne, wohin man sah, vor Anker liegend der Sonne beim Untergehen zusehen, Sonnenaufgang mit Nebel für eine ausgiebige Fotosession, Mondaufgänge, schnelles Gennakersegeln, Aufkreuzen mit kleinem Matchrace, Wanderung am frühen Morgen auf den großen Zicker, kleine Familienrunde über den Bodden und Sonntag im Sprint wieder zurück nach Kröslin. Und es war warm! Auf Raumschotkurs kam sogar der irre Gedanke an einen Badestop auf.

Kaum zu glauben, dass das Ganze Ende September stattfand!

Donnerstag, den 30. Mai 2024
Rückblickend

Der knappen Zeit fielen all unsere Blogbeiträge zum Opfer, die hier noch erscheinen sollten. Wobei – knapp kann man eigentlich nicht sagen, eher: „zu lange geschlafen“ oder „zu viel rumgegammelt“.

Darum hier jetzt alles auf einmal:

Vor Wind nach Nyborg

Zwei Tage warten auf unsere Mitsegler Konrad und Kerstin, Schiff putzen, aufräumen, einkaufen, abwettern.

Vejrø statt Sejerø

Eigentlich sollte es rund Sjaelland gehen, aber… Der reichlich angesagte Halbwind im Großen Belt war dann ein laues Lüftchen von vorn und wir beschlossen, dann doch wieder durch den Grønsund zu segeln. So erreichten wir Samstag Abend Vejrø – eine schöne kleine Privatinsel. Lange schon waren wir nicht mehr dort. Da wir nun trödeln konnten, blieben wir noch einen Tag, schliefen lange, frühstückten spät und machten dann eine Inselwanderung. Die Highlight`s ? Pieksesteine im Schuh und Westwindbäume, massenhaft Hasen und Goldfasane, sommerliche Wärme. Wieder einmal hat die Insel einen schönen Eindruck hinterlassen.

Nochmal Femø

Montag nicht zu früh machten wir uns auf den kurzen Weg nach Femø, das sind 5 Meilen insgesamt mit einem sehr coolen Amwindkurs. Das ging sehr schnell, klar. Im Hafen nahmen wir dann wieder den gleichen Liegeplatz, der für den den angekündigten Starkwind aus Ost für die nächsten zwei Tage passen sollte. Unsere täglichen Wanderungen auf der Insel waren etwas länger zum Ausgleich für das ausgefallene Segeln. Femø kennen wir jetzt, wie unsere Westentasche sozusagen, und finden es immer noch wunderschön dort. Sommer war immer noch.

Südsee oder Karibik?

Donnerstag war unser kurzes Wetterfenster, um weiter nach Ost zu kommen. Für einen Tag drehte der Wind auf West und brachte ordentlich Regen mit. Der erste Regentag, übrigens auch der letzte. Als wir aus dem Grønsund kamen, holten wir unseren großen Grünen heraus und heizten rüber nach Klintholm – auserkoren wegen des besseren Windwinkels am Samstag für die Rückfahrt. An der Küste empfing uns eigenartig weißes Wasser. Später erfuhren wir, dass sich ein Stück Kreidefelsen gelöst hatte und nun das Wasser färbte in türkis-weiss. Am nächsten Tag bei hochstehender Sonne sah das aus wie Originalkaribik. Wir machten unglaublich viele Fotos von diesem Naturereignis. Der letzte Sonnenuntergang im Norden war der Hammer, extra für uns, zum Abschied.

Südseekaribik

Ab nach Hause

Samstag standen wir tatsächlich mal zeitig auf und legten schon um 7 Uhr ab. Ein schöner schneller Amwindkurs erwartete uns, etwas zu kalt zwar, dafür ging es zügig voran und gegen Mittag waren wir auf Höhe Hiddensee. Stralsund war unser Ziel und am frühen Nachmittag waren wir fest und fingen an zu schwitzen in unseren warmen Segelsachen.

Blieb am Sonntag noch die letzte Strecke nach Kröslin. Alle Wetterdienste warnten vor Gewitter, also trödelten wir nicht, sondern nahmen die 8-Uhr-Brücke und frühstückten unterwegs. Wind war erstmal nicht vorhanden, nahm dann aber zügig zu, von vorn natürlich. Ostwind. Also kreuzten wir, durch den Strelasund, über den Greifswalder Bodden, hier dann mit Reff 1. Das mit dem Aufkreuzen haben wir dieses Jahr ja schon reichlich geübt, besonders auf dem Bodden. Und damit war es dann zu Ende. Segel runter, Leinen ran, Fender raus, angelegt. Zwei Wochen segeln, so schnell vergeht`s.

Mittwoch, den 15. Mai 2024
Omø vom Winde verweht

Es bläst aus Ost, jetzt schon den 4. Tag in Folge. Nicht so schlimm, noch wollen wir westwärts und für nächste Woche hoffen wir, dass sich die Wetterlage etwas ändert und zur Abwechslung der Wind aus West oder Nord weht.

Da morgens der Wind noch etwas sanfter sein sollte, legten wir bereits um 7 Uhr früh ab und rauschten auf Raumschotkurs nach Omø, nur 20 Meilen um die Ecke von Femø. Da waren wir so früh, dass noch Zeit für ein zweites Frühstück blieb. Danach der obligatorische Inselrundgang; am Strand entlang bis zum Leuchtturm und zurück durch die Inselmitte. Bei unserer Rückkehr zum Schiff war dann auch schon wieder Zeit für Kaffee und Kekse, der pure Stress (nee, Quatsch). Noch n kleiner Strandspaziergang in der abendlichen Sonne an den Strand nördlich des Hafens. Der Wind hatte mal wieder ordentlich zugelegt und brachte die Frisur in Unordnung.

Im Frühjahr oder Herbst kann man nichts falsch machen mit dieser netten Insel mit den karibisch anmutenden Stränden.

Omø

Montag, den 13. Mai 2024
Femø, du Schöne

Nach zwei langen Segeltagen, einem davon mit dickem Nebel, erreichten wir gestern Abend Femø, eine wunderschöne, hügelige Insel im Smålandsfahrwasser. Gut geschützt liegen wir da gegen den kräftigen Ostwind, der immerhin so bläst, dass man – zumindest das Smålandsfahrwasser und den Grønsund – nicht aufkreuzen möchte nach Osten. Da baut sich in Windeseile eine sagenhafte kurze Hackwelle auf. Ja, wir wissen, wovon wir reden.

Der heutige Montag ist nun ein Gammeltag, wurde auch Zeit. Die Sonne machte einen guten Job und nach unserem Frühstück um eins nutzten wir das ausgiebig für eine Wanderung zur Südspitze der Insel. Zunächst fiel Aussicht in alle Richtungen auf das Wasser auf und wunderschöne Ausblicke über grüne Felder. Nette Menschen sprachen uns an. Einsame Häuschen stehen überall rum, Hase und Goldfasan sagen sich gute Nacht. Die Südspitze, nennen wir es ruhig das Kap, zeigte sich heute ebenfalls sehr fotogen.

Femø

Morgen werfen wir uns in den dauerhaften Ostwind und lassen uns weiter nach Westen treiben. Wer kennt ihn nicht, Jörgs Lieblingsspruch: vorm Wind treibt auch ein Bund Stroh. Wir müssen uns also nicht sonderlich anstrengen, um schnell zu sein.

Femø Strand

Dienstag, den 7. Mai 2024
Mal was anderes

Kurz vor unserem kleinen Ostseetörn im Mai wird`s nochmal knapp mit der Zeit. Die Wochen sind kurz, die Termine reichlich. Alles haben wir dann auch nicht geschafft, dies hier aber schon: ein Ausflug nach Wilhelmshaven Anfang Mai. Nicht dass Wilhelmshaven unbedingt sehenswert ist (Entschuldigung Wilhelmshaven), aber es ist Sonntag, der 05. Mai und die Fregatte Hessen kehrt zurück, mit ihr das Kind.

Was soll ich sagen; die Freude ist riesig, die Erleichterung auch.

Dienstag, den 30. April 2024
Wenn

Helene D in Stralsund

hinter Fliegen Fliegen fliegen fliegen Fliegen Fliegen hinterher.

Schön oder? Den Spruch meine ich. Er tauchte am Montag bei der Rückfahrt nach Stralsund in meinem Kopf auf, weil sich eine Million Babymücken und Eintagsfliegen in den Kopf gesetzt hatten, dass sie auch mal Boot fahren wollen. Es war Flaute und der scheinbare Wind an Bord bei 1 Knoten und plötzlich stürzten sich ganze Schwärme auf uns. Wie ecklig. Und – Babymücken sind gar nicht niedlich.

Also nach 20 Meilen unter Motor gab es zur Belohnung für die letzten 5 Meilen bis Stralsund noch eine schöne Briese und wir kreuzten noch ein bisschen hin und her vor der Stadt. Tatsächlich wollten wir ja nur die mittlerweile toten festklebenden Insekten abspülen. Ein Bild von ihnen gibt`s auch, das ist aber nicht schön.

Dafür lieber einmal Helene D in Stralsund.

Freitag, den 26. April 2024
Hallo Winter

Tschüss Frühling. So in etwa fühlt es sich an. Gestartet sind wir am Donnerstag, noch bei schönstem Wetter und halbwegs milden Temperaturen. Pünktlich wie die Maurer legten wir um 11 ab, geplant war 10 Uhr, dann sahen wir plötzlich unsere Freundin Anne auf dem Nachbarsteg, die wir schon ewig nicht mehr getroffen hatten. Also machten wir kurz nochmal fest und ein kleines Pläuschchen. So wurde es 11:30 Uhr und damit war klar, die Brücke um 15:20 Uhr in Stralsund schaffen wir nicht mehr. Dafür drehte schon mal der Wind, frischte auf und brachte Kälte mit.

Ziegelgrabenbrücke

War dann auch fast egal, denn der für später angekündigte Regen kam einfach früher und somit wären wir eh nass geworden. Das goss in Strömen. Anfangs mit Wind, später ohne. Schade auch. Gegen 18 Uhr machten wir in Stralsund fest, hatten nur leider bei dem vorherrschenden Wetter keine Gelüste auf längere Stadtwanderungen, obwohl wir Stralsund doch so sehr mögen. Aber es war einfach arschkalt und windig.

Heute legten wir superpünktlich ab, um 08: 30 Uhr, wie geplant. Das Nachmittagswetter war wieder äußerst bescheiden vorhergesagt, diesmal mit besonders viel Regen. Früh wars erstmal traumhaft schön bei Sonnenschein und 8 Knoten Halbwind. Der Wind legte dann stündlich ordentlich zu, schon wieder schneller, als vorhergesagt und leider nicht so südlich. Auf der Zielgeraden nach Breege gab`s dann auch trotz erstem Reff im Groß hoch am Wind ordentlich Krängung bei heftigen Böen.

Breege – da sind wir also mal wieder nach langer Zeit und freuen uns auf einen Trainingstörn mit Freunden.

unterwegs nach Breege

Donnerstag, den 18. April 2024
Endlich. Segeln

Obwohl das Osterwochenende, wenn auch sehr früh, aber trotzdem so so passend war, was Wind und Wetter und Temperaturen betrifft, konnten wir leider wegen anderer Verpflichtungen nicht. Hundedienst stand in unserem Kalender und der schließt segeln leider aus.

Wir nahmen dann das nächst verfügbare Wochenende Mitte April für unsere Überfahrt nach Kröslin. Merkwürdig ist, dass es sich schon nach nur 5 Monaten ohne segeln ganz komisch anfühlt, abzulegen. Man muss sich irgendwie wieder daran gewöhnen; an die Schaukelei, die Krängung, vor allem an alles zu denken – also Ventile zu, Schränke richtig zu usw. Das Wetter am Freitag war medium, nicht schön, aber auch nicht wirklich schlecht und immerhin von der Richtung passend. Mittags erreichten wir Stralsund und am auserkorenen Liegeplatz stand ein netter gutgelaunter Hafenmeister, um uns zu empfangen. Sehr schön soweit.

Es folgte die Autologistik; sprich Auto muss von A nach C, wir sind aber in B. Das klappte perfekt: mit ICE und Regionalbahn von Stralsund nach Barth, mit schnellem Schritt zum Auto an der Werft, dann zügig nach Kröslin fahren und abstellen, schnell noch die Schlüssel aktivieren lassen, dann zum Bus, mit diesem über Lubmin nach Greifswald und schlussendlich mit dem RE nach Stralsund. Schon war es nach 18 Uhr, wir begannen mit Essenvorbereitung ( Bier trinken und Chips essen) und unser Segelfreund Lars kam uns besuchen.

Samstag – schon wieder früh aufstehen, um die Brücke um 08:20 Uhr zu nehmen. Das Wetter sehr schön, der Wind wechselhaft. An der Brücke erwartete uns Konkurrenz, eine Dehler 38 aus Kröslin. Also alles klar zur Regatta. Eingespielt wie wir sind, standen die Segel schnell und wir zogen schon mal los. Aber die Dehler blieb denn doch hartnäckig an uns dran, Als wir aber im Strelasund den Gennaker setzten, war die Regatta erledigt. Wir waren dann einfach wesentlich schneller. Auf dem Greifswalder Bodden wechselten wir nochmal vom A5 auf den A3, der Wind hatte nachgelassen und wir wollten doch schnell segeln. Kurz vor der Knaakrinne legte er dann wieder ordentlich zu und als wir nach dem Bergen des Gennakers wieder mit unserem mittleren Vorsegel auf Knaakrinnenkurs gingen, rauschten wir am Wind mit 8 – 9 Knoten vorwärts. Im Peenestrom mussten wir dann doch 3 Kreuzschläge machen und hatten mit heftigen Böen zu tun. Eigentlich Zeit zu reffen, aber 1,5 Meilen vorm Ziel lohnte das nun wirklich nicht mehr. Da waren wir also und legten in einer noch ziemlich leeren Marina Kröslin an unserem Liegeplatz an. Und die Konkurrenz? Kam 50 Minuten später…

Dienstag, den 18. April 2023
HRK in HGW

An einem winterlichen Tag Mitte Februar hatten wir die optimistische Vorstellung, dass im Frühling Frühling ist, besser gesagt, frühlingshafte Temperaturen. Wir buchten Konzerttickets in Greifswald und freuten uns schon darauf, am 15. April dorthin zu segeln, abends zum Konzert zu gehen und Sonntag wieder zurück zu segeln. Wir – mit unserer rosaroten, frühlingsgrünen Brille. Da man bei dem Wetter am letzten Samstag sprichwörtlich nicht mal einen Hund vor die Tür jagen wollte, verkniffen auch wir uns die Segelei. Am Ende war es nicht mal schlimm, dass wir mit dem Auto fahren mussten, denn das Konzert von Heinz Rudolf Kunze in der Stadthalle war der Hammer und hat ALLES rausgerissen. Es gibt sie noch, die nächste Chance, im September nach Stralsund zu Keimzeit. Und nein, wir haben heute kein Foto für dich.